'... hier sind die, welche den Glauben an Jesus bewahren!'

'... hier sind die, welche den Glauben an Jesus bewahren!'

Glauben

WAS GLAUBEN WIR?

Die Adventgemeinde Werder ist eine Ortsgemeinde der weltweiten Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten.

Siebenten-Tags-Adventisten erkennen allein die Bibel als Richtschnur ihres Glaubens an und betrachten die Glaubensüberzeugungen als grundlegende Lehren der Heiligen Schrift. 

Der Name „Siebenten-Tags-Adventisten“ nimmt darauf Bezug, dass die Kirchenmitglieder Adventisten sind, also an eine baldige Wiederkehr von Jesus Christus glauben und den siebten Wochentag, nach der biblischen Zählung der Samstag (Sabbat), heilig halten. 

Anders als die Mehrzahl der christlichen Kirchen, die den Sonntag für den regelmäßigen wöchentlichen Gottesdienst nutzen, beachten wir Siebenten-Tags-Adventisten den Samstag – den siebten Tag der Woche – als gottesdienstlichen Ruhetag, der als Sabbat bezeichnet wird. Der Sabbat beginnt freitags mit dem Sonnenuntergang und endet samstags ebenfalls mit dem Sonnenuntergang. Unsere Freikirche beruft sich dabei auf den Schöpfungsbericht (1. Mose 2,3): „… und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn“) und das vierte der Zehn Gebote (2 Mose 20,8–11), in dem die Heiligung und das Gedenken des Sabbats von Gott geboten wird: „Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligest …“.

Ellen G. White

Ellen White spielt eine zentrale Rolle für die Adventgemeinde als von Gott berufenes Sprachrohr für prophetische Botschaften. Ihre Schriften bieten Orientierung in Glaubensfragen, stärken das Verständnis der Bibel und helfen, die Verbindung zu Christus zu vertiefen. Besonders in Bezug auf die Endzeit sind ihre Botschaften von großer Bedeutung: Sie warnen vor kommenden Herausforderungen, ermutigen zur Treue im Glauben und rufen die Gemeinde dazu auf, sich auf Jesu Wiederkunft vorzubereiten. Ellen White betonte immer, dass ihre Schriften die Bibel nicht ersetzen, sondern die biblischen Wahrheiten bekräftigen und im Licht der letzten Tage erhellen sollen. Ihr Vermächtnis inspiriert Millionen dazu, ein Leben der Hingabe und der Hoffnung auf die baldige Wiederkunft Christi zu führen.

'Die Welt braucht heutzutage keine Menschen, die sich kaufen oder verkaufen lassen, sondern solche, die ihrem Gewissen treu bleiben wie die Magnetnadel zum Pol, und die die Wahrheit hochhalten, selbst wenn der Himmel einstürze!'

Ellen G. White

Die Wachtelburg

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Wenn man auf die Zinnen der über hundertjährigen Wachtelburg schaut und dabei den Blick über die Havelseen und die beschauliche Blütenstadt Werder schweifen lässt, dann schlägt das Herz schneller. In traumhafter Lage vor den Toren Potsdams und in unmittelbarer Nähe zur Bundeshauptstadt Berlin zeichnet sich die imposante Burg auf dem Wachtelberg im letzten Sonnenlicht vom Himmel ab.

Die Wachtelburg ist die älteste der drei großen Höhengaststätten Werders, deren Entstehung im Zusammenhang mit dem hart erkämpften wirtschaftlichen Aufschwung Werders nach Einführung des Blütenfestes im Jahre 1879 zu sehen ist. Der romantisierende neugotische Bau der Wachtelburg steht am Ende einer Reihe neugotischer Architektur und romantischer Burgenbauten, die in Brandenburg zunächst nur im herrschaftlichen Bereich als Schloßbauten und Herrenhäuser entstanden wie z.B. Schloss Babelsberg oder das Herrenhaus von Petzow.

Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden die mittelalterlichen Stilmerkmale und Bauformen auch in bürgerlichen und industriellen Bauten verwendet. Als Beispiele sind zu nennen die Villen von Gustav Lilienthal in Berlin-Lichterfelde und die Schultheißbrauereien von Franz Schwechten.

Auf die Entstehung der Wachtelburg könnte das nahegelegene Herrenhaus von Petzow Einfluss gehabt haben. Das Bestreben war, mittels der Fehlbrandziegel einen altertümlichen romantischen Eindruck zu erzielen, der durch Zinnen und Spitzbogenfenster noch verstärkt wurde. Besondere Elemente sind auch zu sehen an der eichenen Eingangstür mit Beschlagen, Gitter und Löwenköpfen aus Bronzeguß, in dem Scheingewölbe des unteren Turmzimmers, dem feuervergoldeten Gitter im Eingangsflur und an den eisenbeschlagenen Türen der Turmzimmer.

Es wird vermutet, dass sich die „Werdersche Burgenlandschaft“ auf dem Höhenzug mit Zugang zu eigenen Dampferanlegestellen an Beispielen aus den Burgenlandschaften Thüringens und des Rheinlandes orientierte.

Durch den Bau der Wachtelburg wurde eine für Werder wirtschaftlich, baugeschichtlich und städtebaulich wichtige Entwicklung begonnen. Die ersten Bauphasen der später entstehenden Bismarckhöhe und auch die Friedrichshöhe zeigen eindeutig die Anlehnung an die Wachtelburg.

Aufgrund ihres Denkmalwertes wurde die Wachtelburg, wie vorher schon die Bismarck- und Friedrichshöhe 1998 unter Denkmalschutz gestellt.

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